Sprache

Aphasie

Eine Aphasie ist eine Sprachstörung, die meistens durch einen Schlaganfall, ein Schädel-Hirn -Trauma, Hirntumore oder -operationen, sowie durch cerebrale entzündliche Prozesse, wie z.B. Enzephalitis, entsteht. Verletzungen bestimmter Regionen des Gehirns beeinträchtigen die sprachlichen Leistungsbereiche, so dass es zu Störungen im Sprechen, Verstehen, Lesen und/oder Schreiben kommt.

Phonologische Störungen

Von einer phonologischen Störung spricht man, wenn Laute zwar richtig gebildet,  aber in Wörtern nicht richtig eingesetzt werden. Häufig zu beobachten ist, dass  bestimmte Laute durch andere ersetzt oder ganz ausgelassen werden  (z.B. das Wort „Käse“ wird „Täse“ gesprochen).

Sprachentwicklungsstörung

Wenn ein Kind sprechen lernt, ist es völlig normal, dass das Kind nicht sofort   alle Wort- und Satzkonstruktionen richtig bilden kann. Mit vier bis fünf Jahren  sollte es jedoch die meisten grammatischen Strukturen korrekt bilden können.  Auch eine Einschränkung des Wortschatzes bzw. des Sprachverständnisses können Hinweis auf eine Sprachentwicklungsverzögerung sein.

Da eine Sprachentwicklungsverzögerung häufig ein erhöhtes Risiko für spätere Lernschwierigkeiten oder für eine Lese-Rechtschreibschwäche darstellt, ist es sehr wichtig, möglichst früh eine/n Logopädin/en aufzusuchen bzw. mit einer logopädischen Therapie zu beginnen.

Hörstörungen

Periphere Hörstörung

Eine periphere Hörstörung (Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit) wird durch eine Erkrankung des äußeren und/oder des Mittel- und/oder des Innenohrs verursacht. Mögliche Ursachen einer peripheren Hörstörung können u.a. häufige Mittelohrenentzündungen mit Paukenergüssen, Risse oder Vernarbungen im Trommelfell oder angeborene Innenohrschwerhörigkeit sein. Die Symptome sind oft ähnlich wie die einer zentralen Hörstörung. Je nach Schweregrad der Störung kann eine periphere Hörstörung durch hörverbessernde Operationen oder durch Hörgeräte so ausgeglichen werden, dass wieder eine möglichst normale Hörwahrnehmung zustande kommt. Oft ist Logopädie zur Korrektur der Artikulation und Aussprache, sowie zur Verbesserung der auditiven Wahrnehmung notwendig. 

Zentrale Hörstörung

Zentrale Hörstörung bezeichnet eine Einschränkung der Hörwahrnehmung bei einem normal funktionierendem Hörorgan. Es liegt keine Schädigung des Ohres oder Verminderung des peripheren Hörvermögens vor. Menschen mit dieser Störung haben Schwierigkeiten beim Zuhören, beim Verstehen und Verarbeiten von auditiven Informationen.  

Anzeichen für eine zentrale Hörstörung können z.B. Schmerzempfindlichkeit gegen Geräusche, eine verzögerte Sprachentwicklung mit undeutlicher Aussprache, Unsicherheiten beim Richtungshören, Defizite im Sprachverständnis und in der Merkfähigkeit, auditive Ablenkbarkeit sowie später Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, oder Lese-Rechtschreibschwierigkeiten sein.

Lese-Rechtschreibstörung (LRS)

Eine Lese-Rechtschreibstörung oder -schwäche (LRS) wird oft Legasthenie genannt. Unter der Störung versteht man eine spezielle, aus dem Rahmen der allgemeinen Leistungsfähigkeit fallende Schwäche im Erlernen des Lesens und Schreibens. Die betroffenen Personen haben Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt.

Einige Symptome einer Lese-Rechtschreibstörung sind u.a. das Auslassen, Verdrehen oder Hinzufügen von Wörtern oder Wortteilen, langsame Lesegeschwindigkeit, Verlieren der Zeile im Text, Vertauschen von Wörtern im  Satz oder von Buchstaben in den Wörtern, Schwierigkeiten bei den Doppellauten genau so wie die Unfähigkeit, Gelesenes wiederzugeben, aus Gelesenem Schlüsse zu ziehen bzw. Zusammenhänge zu sehen oder das Beantworten von Fragen zu Textinformationen. Als weitere Folge von LRS können verstärkende emotionale und  Verhaltensprobleme auftreten, da die Kinder in zunehmendem Maße Misserfolge und  Frustration erleben.

   

Besucht auch unsere Praxisgemeinschaft für Logotherapie und Ergotherapie in Nannhofen / Mammendorf

© Logopädisches Zentrum Marion Schanz